Niki & the Dove – Mother Protect (Goldroom Remix)
“Der Rest folgt bald in Teil III”…
So, und das war mal wieder gelogen. Ich fange zwar grade an, Teil III zu verfassen, weiß aber jetzt schon, dass es noch einen vierten Teil geben muss und deswegen hier wahrscheinlich nur die Hälfte vom “Rest” zu lesen sein wird. Ich unterschätze die Menge an Sachen, die ich noch gerne erzählen würde (ersetzt erzählen durch verarbeiten, wenn ihr wollt). Wie auch immer…
Weiter gehts! Von der rue de Nice in die rue de Bitche und somit auch von Marseille zurück nach Straßburg.
Der Januar, der mit der Reise aus Teil II sehr ereignisreich angefangen hatte, endete im gemütlichen day by day, das sich einspielt, wenn man nicht zur Uni geht und nach Lust und Laune lebt.
“Ich muss mir diese Auszeit jetzt einfach nehmen, um wieder zu mir zu finden”. Solche, oder ähnliche Sätze sagen Menschen, die überarbeitet sind, an Burnout leiden, oder in großen Städten untergehen. Der Mensch, der nicht viel arbeitet, ausgewogen lebt und Städte mag, verliert sich hingegen in Auszeiten. Man verbringt zu viel Zeit mit sich und seinen Gedanken, verliert den Rythmus und fängt an Melancholie zu lieben. Mindestens einmal pro Woche verspürt man schon beim Aufstehen das große Bedürfnis sich an diesem Tag zu betrinken, damit etwas Unerwartetes passiert. Das ist keine Folge von Langeweile, da es die in einer Auszeit nicht gibt. Man kann in einer Auszeit nämlich jede freie Minute (840 pro Tag) mit einer Beschäftigung seiner Wahl, oder mit Tagträumereien füllen, die am liebsten gezielt melancholisch, oder unrealistisch ausfallen; von der richtigen Musik begleitet, können sie einige Stunden andauern, ohne, dass einen diese ungemütlichen Gefühle “Motivation” und “Tatendrang” dabei stören.
Nach Claras Abfahrt am 27. Januar kam für mich auch recht schnell die Erkenntnis, dass ich nicht, wie geplant, bis zum Sommer in Straßburg bleiben würde. In dem Bewusstsein, den letzten Monat dort zu verbringen, ließ ich mich noch schlimmer gehen, als zuvor. Zu den Spätfolgen des Winters, die noch immer die Laune drückten, gesellte sich eine bodenlose Sinnlosigkeit in fast jeder, meiner Tätigkeiten.
Ich sagte “fast jede, meiner Tätigkeiten”, um noch über die Dinge reden zu können, die hingegen sinnvoll waren. Dazu gehören unter anderem die Unternehmungen mit Sascha, Johnny und seinen Mitbewohnern, wie zum Beispiel in Cafés zu sitzen, in der Sonne zu sitzen, in Bars zu sitzen und dabei ordentlich zu konsumieren (ein bisschen reduzierter, als das vor Weihnachten der Fall war, da mir so langsam die Last meines immer leichter werdenden Portemonnaies bewusst wurde). Zu den sinnvollen Tätigkeiten gehörten außerdem, bei Johnny zu sitzen und was quatschen, bei mir zu sitzen und was kochen, bei Sascha zu sitzen und was trinken, oder im Kino sitzen und Filme gucken.
Besondere Erwähnung soll aber vor allem unsere Fahrradtour nach Molsheim bekommen. Diese war eigentlich als Training für eine größere Tour entlang der elsässischen Weinstraße gedacht, zu der es leider nicht mehr kam. Umso schöner sind jedoch die Erinnerungen an diese eine, die uns bei klarem und für den Februar recht warmen Wetter über den Nordwesten Straßburgs an den Fuß der Vogesen brachte, wo wir einen mittelgroßen Ort voll von elsässischem Flair und dem Prestige, dass von den Bugattiwerken geblieben ist, erreichten. Wenn Sascha mir die Bilder von der Tour geschickt hat, wird dieser Satz verschwinden und durch ein paar von ihnen ersetzt.
Über die Musik, die Johnny und ich gemacht und aufgenommen haben, gibt es zwar viel zu berichten, aber ich warte damit, bis Johnny mit dem Mastern fertig ist und wir etwas zu präsentieren haben. Diese Andeutung ohne Gehalt musste her, um den Bogen meines Themas zu schließen: Rückblickend kann ich sagen, dass die Musik das entscheidende Argument mit sich brachte, um den faulen Februar in Straßburg vor meinem Gewissen rechtfertigen zu können. Für mich war es das absolut sinnvollste, was ich mit meiner Zeit anfangen konnte.
Zum Schluss noch ein paar Bilder vom letzten Februarwochenende. Patti war zu Besuch und es war schön. Patti war schön, Straßburg war schön und ich war traurig, denn es war das letzte Wochenende in Straßburg.
Ce n’est pas encore tout, mais je vais au lit. Bonne nuit.
































und einem kleinen Tisch ist sein Zimmer jetzt fast komplett eingerichtet und es steht uns nichts mehr im Weg intensiver Musik zu machen (so wars geplant). Letztlich haben wir uns doch sehr passiv verhalten und sehr viel mehr Musik gehört als gemacht (Die Zitilites Platte von Kashmir, die wir extra aus Dänemark bestellt haben ist ein wahrer Genuss über die






















